Magnetisch-induktiver Durchflussmesser DN 50 in Hygieneausführung
Durchflusszähler für Bier auf dem Bierlaster – Getränkeindustrie Nordbayern
Ausgangssituation
Ein Bierlaster braucht eine Messstelle, an der die abgefüllte Biermenge pro Zapfvorgang erfasst und dokumentiert wird – relevant für die Abrechnung mit Gaststätten und den Nachweis gegenüber dem Kunden, jedoch keine eichpflichtige Messaufgabe.
Bier ist messtechnisch nicht trivial: karbonisiert, mit Feststoffanteil (Hefe, Trübstoffe), schäumt bei Druckabfall, hygieneempfindlich. Zudem wird der Zähler regelmäßig per CIP (Clean-in-Place) mit alkalischen und sauren Mitteln gespült.
Anforderung
- Medium: 100 % Bier
- Anschluss: DN 50 Flansch; max. 2 bar
- Durchfluss: 6.000–9.000 l/h
- Werkstoffe: lebensmittelecht (FDA o. gleichwertig), laugen-/säurebeständig (CIP), bevorzugt Edelstahl
- Funktion: Belegdruck (Lieferschein je Zapfvorgang)
Unsere Lösung
Angeboten wurde ein Durchflussmesser mit Belegdruckfunktion in lebensmitteltauglicher Edelstahl-Ausführung mit PTFE Auskleidung, DN 50, für 6.000–9.000 l/h. Geeignetes Messprinzip: magnetisch-induktiv (MID) oder mechanischer Flügelradzähler in Lebensmittelausführung – je nach Budget und Wiederhol-Genauigkeit.
MID hat keine beweglichen Teile im Messrohr: kein Verschleiß an Rotor/Lager, kein Metallabrieb ins Medium, einfache CIP-Reinigbarkeit. Für 2 bar reicht die Standardausführung. Die Belegdruckfunktion: Das Gerät kommuniziert mit einer Abgesetzten Anzeige und einem (Thermo-)Belegdrucker, der je Zapfvorgang einen Lieferschein mit Datum, Uhrzeit und Volumen ausgibt.
Warum Magnetisch-Induktiv (MID)?
Warum MID für Bier auf dem Bierlaster überzeugt:
- Verschleißfrei & hygienisch: keine beweglichen Teile im Messrohr, leicht CIP-reinigbar.
- Dokumentationsfähig: Belegdruck je Zapfvorgang für Abrechnung und Qualitätssicherung.
- Langfristig wirtschaftlich: bei vielen Zapfvorgängen oft günstiger als wartungsintensive mechanische Zähler.
Hinweis: Dem Kunden war das Messprinzip ausdrücklich egal – die Funktion stand im Vordergrund. Sinnvolle Haltung: erst die Anforderungen definieren, dann das Messprinzip wählen.
Ergebnis
Der Betreiber erhält eine lebensmitteltaugliche Messstelle mit CIP-Kompatibilität und Lieferscheindruck. Damit ist der Bierlaster vollständig dokumentationsfähig – für interne Qualitätssicherung und für den Nachweis gegenüber Gaststätten.
Häufige Fragen
Welches Messprinzip eignet sich für Bier: MID oder mechanischer Zähler?
Beide werden in der Getränkeindustrie eingesetzt. MID hat keine beweglichen Teile, ist leichter zu reinigen und verschleißfrei; mechanische Zähler sind günstiger in der Anschaffung, brauchen aber Wartung. Bei mobilen Bierlaster-Anwendungen mit vielen Zapfvorgängen ist MID langfristig oft wirtschaftlicher.
Muss ein Bierzähler CIP-fähig sein?
In der Praxis immer. CIP reinigt Leitungen und Armaturen ohne Demontage – mit heißen Laugen/Säuren bis 90 °C. Ein nicht CIP-fähiger Zähler müsste jedes Mal ausgebaut werden. CIP-Eignung bedeutet: chemikalienbeständige Werkstoffe, Temperaturfestigkeit, keine Toträume.
Was kostet ein lebensmitteltauglicher Durchflussmesser DN 50 für Bierlaster?
Einfache mechanische Zähler in Lebensmittelausführung ab ca. 500–1.000 EUR; MID in hygienischer Ausführung typisch 1.500–4.000 EUR (je nach Ausführung/Schnittstellen). Ein Belegdrucker kommt separat hinzu.

